Herbst
Die Blätter werden bunt, die Blätter fallen, Nebel wallen.
Jeden Tag ein bisschen mehr, alles verändert sich, ist im Fluss, und doch kann man diesen Vorgang der Veränderung nicht beobachten, aber eins steht fest: Der Sommer ist vorbei.
Was bleibt sind die bunten, farbenfrohen Blätter, die bald braun werden.
Blätter für Laubschlachten und für Laubhaufen; die ersten Blätter sind gefallen, in zwei Wochen reichen sie für Laubschlachten und Laubhaufen. Den Herbst um sich schleudern und sich in den Herbst fallen lassen, sich im Herbst verlieren und so. Wer ist Kind und Mensch genug und ist dabei?
Im Herbst ist der Himmel klar und blau oder grau in grau.
Im Herbst verblasst was war.
Altes geht und Neues kommt, mit dem Sommer verschwindet das Gefühl der unbegrenzten Freiheit. Doch die Angst vorm Loslassen des Alten, des Sommers und die Angst vor Neuem, die freudig erregt, die bleibt.
Der Herbst ist eine Zeit der Zwiespältigkeit.
Nicht Sommer, nicht Winter.
Herbst.
