Känguruhs in Berlin
Meine dritte Fahrt in die Hauptstadt, die auch nicht auf die typische Touristerei ausgerichte war, sondern auf Bildung, da es im Rahmen von Känguru stazttfand. Unterbringung im AiportHotel in Berlin-Adlershof in 4-Bett-Zimmern (wusste gar nit das es sowas gibt) (das Hotel liegt übrigens relativ ruhig – nicht direkt am Flughafen, nicht in der Einflugschneise und 30min Sbahnfahrt von Berlin-Mitte entfernt. Also waren wir ziemlich weit außerhalb untergebracht und hatten abends auch nicht den Nerv nach Berlin reinzufahren.
Das ganze begann dann Samstagabend mit der “Langen Nacht der Wissenschaften” – alle möglichen Universitäten und Forschungseinrichtungen, Unikliniken ect. hatten geöffnet, und zwischendurch waren echt interessante Stände zu finden: An der einen Stelle konnte man Blüten essen (schmeckt komisch), woanders neuentwickelte Sonnenmilch /Shampoo/Creme mitnehmen, und wieder woanders Emotionen testen: Vorm PC mit Kamera auf Befehl lustig, traurig, wütend, geekelt gucken und der PC wertete dann aus, inwieweit das gelungen ist. Ich weiß jetzt, dass ich wenn ich neutral gucken will, das fast nie schaffe 
Weiterhin war dort ein Video (von Ivar Smedstad) zusehen, das richtig beeindruckend war: Unbewegte Bilder von 43 Frauen zwischen 3 Monaten und 93 Jahren wurden hintereinander/ineinander gemorpht, so dass der Identitätswechesel nie wahrzunehmen war und das ganze übergangslos erschien. Sehr genial gemacht.
Am nächsten Tag Berlin im Schnelldurchlauf – einmal mit Führung alle wichtigen Stationen abklappern und dazu coole Storys erzählt bekommen, sehr genial und sehr lebendig.
Nachmittags dann das Deutsche Technische Museum besucht, und zwar dort die Mathema (Wechselausstellung) – Mathematik zum anfassen, Symmetrien bauen, Roulette spielen (und verlieren) und ganz viele tolle Sachen, ganz genial – und das Spectrum mit Physik zum Anfassen. Auch toll 
Abends waren wir dann in der schaubühne und haben uns “Hedda Gabler” angeguckt – eine verdammt coole und authentische Inszenierung.
Montag in Potsdam: Vormittags Telegrafenberg (Außenstelle und außeruniversitäre Forschungsinstitute sind da, vorallem für die Geowissenschaften (Alles was mti unserer Erde zu tun hat), Klimforschung, Meeresforschung und Astrophysik). Da haben wir dann mit Magnetometern (messen Magnetfeld der Erde) Messungen durchgeführt und ausgewertet, und gelernt, dass die Nähe zur Stadt diese Messungen verfäscht.
Nachmittags das holländische Viertel von Potsdam besichtigt, eine Schokolade getrunken (oder gelöffelt, kein Kakao, einfach flüssige Schokolade, zu cool) und im Regen Sansouci angeguckt und dann zurück nach Berlin gefahren.
Dienstag in Berlin-Adlershof das DLR (Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum) besichtigt und ein paar Experimente zur Schwerkraft / Bildbestimmung gesehen und nachmitags einen Vortrag über Verschlüsselung (elliptische Kurven) gehört, im Institut für Kristallforschung Kristalle und Kristallzüchtungsmaschinen besichtung und dann noch BESSY II angeguckt: Einen Elektronenspeicherring – da wird Röntgenstrahlung erzeugt und dann wird mit dieser erzeugenden Strahlung experimentiert. Sieht krass aus. Ist aber super laut da, auch wenn das Ding nicht in Betrieb ist, wär mir als Arbeitsplatz zu laut.
Mittwoch dann noch was zur Humbold-Uni selbst erzählt bekommen, und mal mit Führung übern Campus und durch die Bibliothek gegangen, schon hübsch da
Und dann Abreise.
Fazit: Sehr coole Tage in Berlin, wenn auch anstrengend. Abends aufem Hotelzimmer gemeinsam Geselschaftsspiele gespielt (ausm Känguru-Archiv, die ham sehr viele Spiele^^) – z.B. 4 gewinnt in 3D. Sehr genial. Und gemeinsam gesungen, einer hatte ‘ne Gittare und Liederbücher mit. War ‘ne sehr tolle Stimmung.

