Rückblick: Berlin im Schnee
Berlin 2009 – Ein Reise(Schnee)bericht: 3. Januar bis 5.Januar 2009
Am 3. Februar war es soweit: Wir, die 5 Sieger des OTWs in der Oberstufe, fuhren nach Berlin um dort unsere gewonnen Theatherkarten so wie den Gutschein für die Unterkunft einzulösen. Es war noch dunkel und bitterkalt, als wir uns morgens am Bahnhof in Düsseldorf trafen. Mit dem ICE fuhren wir durch die vom Reif weiße Landschaft, wobei es immer heller wurde und wir schließlich gegen Mittag in Berlin ankamen. Dort probierten wir als erstes eine original Berliner Currywurst, bevor wir die Zimmer in unsere Unterkunft, dem Naturfreundehaus Berlin, dass in mitten des Villenviertels Lichterfelde gelegen war, bezogen. Obwohl es schon fast dämmerte, begannen wir sofort die Stadt unsicher zu machen.Zu unserem ersten Ziel zählten die Hack’schen Höfe, wo besonders der Ampelmannshop mit eine besondere Anziehungskraft auf uns ausübte. Wir flanierten „Unter den Linden” entlang an den verschiedenen Botschaften und an der Staatsoper vorbei bis zum Brandenburger Tor und dem Reichstag mit einer ungeheuren langen Schlange davor. Des Weiteren liefen wir bei der mittlerweile eingebrochenen Dunkelheit am Berliner Dom vorbei und hielten uns auf dem Potsdamer Platz mit dem Sony Center etwas länger auf um einen richtig miesen 3D-Film (Wale und Delfine) zu sehen. Als wir das Kino verließen erwartete uns eisiges Winterwetter und mittlerweile hatte es begonnen zu schneien: Pulverschnee mit dem wir uns gegenseitig einseiften. Nachdem wir direkt am ersten Abend den Schnee genossen und einen Schneemann gebaut hatten, gab es kein halten mehr: Kulturprogramm und Schneeballschlacht begannen sich zu vermischen, wobei wir zwischendurch immer wieder in die Wärme der Cafés flüchteten und Karten spielten. Der Sonntag begann mit einem ausgedehnten Frühstück, dem die Besichtigung des Checkpoints Charlie, einem Berliner Grenzübergang, so wie dem Betrachten von Überresten der Berliner Mauer, folgte. Die Besteigung des Berliner Fernsehturms, des Alex’, mussten wir aufgrund des Wetters verschieben, denn die Spitze des Fernsehturms war vollkommen in dem Wolken verschwunden und nicht mehr zu sehen. So spazierten wir am Roten Rathaus, das so heißt weil es rot ist, vorbei ins Nikolaiviertel mit wunderschönen, alten Häusern aus der Grünerzeit. Am letzten Abend besuchten wir schließlich das Theaterstück „Onkel Wanja”, das vom Deutschen Theater Berlin aufgeführt wurde und unseren letzten Abend schön abrundete. Denn obwohl die Handlung leicht deprimierend war, schaffte die Inszenierung es doch immer wieder einen in ihren Bann zu ziehen und zum Schmunzeln zu bringen.
Am nächstem Morgen erlebten wir wieder eine weiße Überraschung: Ganz viel Pulverschnee! Und so beschlossen wir nach einem reichhaltigen Frühstück, dass schöne Wetter zu nutzen und die Aussicht vom Berliner Fernsehturm zu genießen. Doch anscheinend waren wir nicht die einzigen mit dieser Idee: Eine Schlange, deren Länge es problemlos mit der vor dem Reichstag aufnehmen, konnte, und eine Wartezeit von über zwei Stunden signalisierte, wirkte in hohem Maße abschreckend, so dass wir nun umplanten und uns zu einem langen Spaziergang an der winterlichen Spree aufmachten. Vorbei am Reichstag in den Tiergarten, wo uns auch prompt ein Skilangläufer begegnete. Doch letzendlich trieb uns der Hunger wieder stadteinwärts und nach einem leckeren Mittagessen in einer urigen Berliner Kneipe war es Zeit den Rückweg ins nicht minder verschneite NRW anzutreten.
