Weisheit des Winters
Ich will lieber in Schnee ersticken als in Regen ertrinken!
Sie alle träumen von einem weißen Weihnachtsfest. Von Tannenbäumen, die romantisch eingepudert sind, von Schnee in den Wäldern, auf den Wiesen und Feldern. Doch warum? Warum Schnee? Weil es hier etwas besonderes, etwas nicht alltägliches ist, genauso wie Weihnachten, die Geburt Jesu nichts gewöhnliches ist? Weil es diese besondere Atmosphäre, die über diesem einzigartigen Fest liegt, noch unterstreicht? Weil es nostalgisch ist und die Älteren weiße Weihnacht aus ihrer Kindheit als „normal“ kennen?
Weiße Weihnacht impliziert Schnee. Schnee zum Schüppen, wer einmal 30cm Neuschnee weggeschaufelt hat, weiß was das heißt: Viel Zeit zum Nachdenken. Schnee verursacht Stille, dämpft alle Geräusche, verschluckt Schritte, knirscht unter den Füßen.
Schnee stoppt die Zeit, hält die Zeiger an: Kaum einer fährt mit dem Auto auf eingeschneiten Straßen, alle sind fußläufig, langsam, haben Zeit für Spaziergänge und Schneeballschlacht. Termine, Stress fallen aufgrund von widrigen Witterungsverhältnissen weg.
Schnee macht „hell“. Es braucht nur ein bisschen Sternenlicht oder Mondenschein, und die Nacht ist nicht mehr dunkel und finster. Im Schnee liegen und den Blick nach oben, auf den sternenklaren Winterhimmel gerichtet haben.
Schnee versteckt alles. Geräusche, Gräser, Blumen, Bäume, Autos. Schnee deckt alle(s) zu. Schnee kann erdrücken und scheinheilig weiß wirken.
Aber dieses Jahr: Weiße Weihnachten mit dem (restlichem) Schnee von den großen Mengen Neuschnee vom Sonntag, der für ein bisschen weihnachtliche Romantik reicht, und nicht die Luft zum Atmen nimmt.
Es geht nicht darum, was wir Können können. Es geht darum, was wir Wollen. Nicht möchten, sondern Wollen. Denn wenn wir wollen, können wir alles Können und noch viel mehr. Dabei geht es nicht um unrealistische Zielsetzungen, sondern um optimales Timing, das beinhaltet, sich auch Zeit für Dinge nehmen zu können, für die man eigentlich gar keine Zeit hat.
Können nur Wollen, wir können gar nichts, wenn wir es nicht Wollen.
Aber Wollen nur Können, wenn wir wollen, können wir es schaffen. Zwar nicht zwingend, es liegt immer noch an uns, aber es ist möglich. Und auch Wollen, Können, Zielsetzungen, Timing und sich Zeit nehmen kann man trainieren. Wenn man nur will.
Wir können alles schaffen, wenn…
Wie benutzen Menschen mit einem vierstelligem Geburtstag ein dreistelliges Zahlenschloss?
Die Blätter werden bunt, die Blätter fallen, Nebel wallen.
Jeden Tag ein bisschen mehr, alles verändert sich, ist im Fluss, und doch kann man diesen Vorgang der Veränderung nicht beobachten, aber eins steht fest: Der Sommer ist vorbei.
Was bleibt sind die bunten, farbenfrohen Blätter, die bald braun werden.
Blätter für Laubschlachten und für Laubhaufen; die ersten Blätter sind gefallen, in zwei Wochen reichen sie für Laubschlachten und Laubhaufen. Den Herbst um sich schleudern und sich in den Herbst fallen lassen, sich im Herbst verlieren und so. Wer ist Kind und Mensch genug und ist dabei?
Im Herbst ist der Himmel klar und blau oder grau in grau.
Im Herbst verblasst was war.
Altes geht und Neues kommt, mit dem Sommer verschwindet das Gefühl der unbegrenzten Freiheit. Doch die Angst vorm Loslassen des Alten, des Sommers und die Angst vor Neuem, die freudig erregt, die bleibt.
Der Herbst ist eine Zeit der Zwiespältigkeit.
Nicht Sommer, nicht Winter.
Herbst.
“Ich hab tausend Visionen, vom Leben, die sich alle lohnen”…(Wise Guys)
In der Tat: Ich habe viele Pläne. Pläne, die einander ausschließen. Ich möchte mit Mathematik und Menschen arbeiten, vielleicht mit Schülern, vielleicht als Lehrerin. Ich würde gerne die Macht haben, Dinge verändern zu können.
Ich möchte lebendig sein um in Großen und im Kleinen verbessern zu können.
Meine Pläne sind klein und groß, größenwahnsinnig und bodenständig. Ich möchte lebendig leben und irgendwann wissen, wie ich mein Leben gestalten will. Ich will wissen, dass ich zu meiner Entscheidung stehe, bevor ich alle zugehörigen Konsequenzen schlucken muss. Ich will wissen, wohin mich mein Lebenführt, und ob der Weg, den ich gehe, der Richtige ist.
Wir sollen groß sein und Verständnis haben, auch wenn wir noch ganz klein sind. Wir müssen Erwachsen werden, das erste Mal einen Vertrag unterzeichnen, Bewerbungsgespräche führen, ein Konto eröffnen, wählen gehen.
Aber Erwachsen werden heißt nicht sich anpassen, das Ich aufzugeben, sondern Verantwortung zu übernehmen und Rechte zu erhalten.
Erwachsen werden geht nicht von heute auf morgen, schließlich ist 18 nur das Alter der Volljährigkeit.
Und wer dem Kind in sich nicht genug Platz zum Leben gibt, wird wohl nie Erwachsen werden…
dann ist es wichtig, Schadensbegrenzung zu betreiben und besser, einen Traum aufzugeben um einen anderen zu ermöglichen als zwei Träume zu verlieren.
Manche Träume können in harten Zeiten den Durst nach Leben stillen, Träume halten uns über Wasser, auch wenn wir kurz vorm Ertrinken sind.
Träume verleihen Flügel – oder sind Bremsklötze auf unserem Lebensweg, wenn wir uns im falschen Augenblick an sie klammern. Oder es sind Bleiklötze, die uns unter Wasser ziehen, wenn wir vergessen, loszulassen.
Fuß vor Fuß. Schritt um Schritt weiter bergauf, durch Wiesen und Almen, erst durch Wald, über reißende Bergbäche, dann durch Schutt und Geröllhalden, an Gletschern, ewigem Eis und tiefblauen Seen vorbei.
Über uns der wolkenlose, blaue Himmel, die Berggipfel, die Freiheit. Im Gesicht die Wärme der Sonne, drumrum der kalte Wind. Unter den Füßen die kargen Steinwüsten, die halt geben.
Riesengroße Natur, in der die Unbedeutsamkeit des Menschen deutlich wird. Irgendwo zwischen Himmel und Erde, ist der Mensch ganz klein. Dem Himmel ganz nah, sich Gottes Gegenwärtigkeit bewusst, überall am Wegrand offene Kapellen, Psalmen und Sprüche, Bibelzitatate oder ein einfaches, in einen Stall geritztes “Danke Jesus”.
Ich fühl mich in den Bergen wohl und frei und ganz nah bei Gott. Geborgenheit in unendlicher Freiheit.
und Filosofie sowieso.
Denn sie ruft auf zum Wahrheit sehen durch objektives Betrachten von Situtationen und Gedanken, ohne dabei zu berücktsichtigen, dass der Mensch als Mensch nur begrenzt, sehr begrenzt, objektiv sein kann. Völlige Objektivität zu beanspruchen ist falsch, ein jeder ist durch bestimmte Werte und Normen, kulturelle Erziehung und letzendlich auch durch sein Weltbild innerhalb eines gewissen Rahmens festgelegt.
Philosophie fordert dazu auf, andere Weltbilder kennen zu lernen, aber ohne gänzlich andere jemals als echte “wahre” Alternative in Betracht zu ziehen. Denn wir sind, wie wir sind und können halt nicht aus unserer Haut. Wir belügen uns selbst in unserer Subjektivität.
Religion ist hierbei zumindest ehrlicher, man steht zu seinem subjektivem Weltbild, dass viele andere teilen, und behauptet gar nicht erst, dass dieses neutral ist. Weil es das nicht ist. Es gibt ja Gott.