Konvertieren – Teil 1
Bald 9 Monate ist es her, dass ich beschlossen hatte, dass ich glaube und Christ bin – mich aber mit der katholischen Sicht der Dinge nicht mehr anfreunden kann. Dann begann das Semester, Semesterstress, und ich beschloss irgendwann in den Semesterferien dieses Projekt mal in Angriff zu nehmen…
Meine Profs sahen in dieser Tatsache auch kein Problem – wer evangelische Theologie studiere, könne ruhig auch einer indianischen Stammesreligion anhängen und konstatierte, dass man Konfessionen schließlich nicht wie die Unterwäsche wechseln tut.
In der Tat. Und trotzdem – mein Entschluss stand fest. So eilte ich heute morgen zur Bushaltestelle (der Busfahrer wartete netterweise auf mich während ich die letzten 100m zurücklegte) und fuhr in die Kreisstadt zum Amtsgericht. Der Pförtner röntgte meine Tasche in der Sicherheitskontrolle, alles ganz wie beim Flughafen, und kassierte dann mein Handy ein… Nunja. Zwei Stockwerke höher erledigte ich dann die Formalitäten (Perso vorzeigen, unterschreiben) und wurde dann zur Kasse ins Erdgeschoss geschickt: 30 Euro. Nun, das waren mir die 30 Euro wert. Mit dem Beleg vom Zahlungsinspektor zurück, Bescheinigung erhalten, und ab nach Hause…
Augenblicklich also konfessionslos…
