Überall und Nirgends
“Bitte hinterlassen Sie die Toiletten so, wie sie diese vorfinden möchten!”
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Soll ich hier etwa putzen?!?!
“Bitte hinterlassen Sie die Toiletten so, wie sie diese vorfinden möchten!”
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Soll ich hier etwa putzen?!?!
Innerhalb von 6 Wochen kann man tatsächlich das Laufen quasi verlernen, aber innerhalb einer Woche kann man auch Laufen lernen.
Angefangen mit Humpeln, Radfahren, Stranspaziergänge, Treppen steigen.
Und bald laufe ich genauso schnell und leichtfüßig wie zuvor durchs Leben
Das Leben kann kommen
Man hat viel vor, zahlreiche Pläne, Aktivitäten für die freien Wochenende geplant, die meistens mit dem Wort Computer /Schreibtisch so viel gemeinsam haben Eisbären mit Mikrofasertüchern. Nämlich nichts.
Seit sechs Wochen sitze ich nun hier rum, mit einem geschienten Knie, Krücken, und der Unfähigkeit mich groß zu bewegen. Jeder Tag ist Sport, und für die Uni reichts auch, aber für sämtliche Vergnügungen bin ich zu lahm. Tja. Schade. Wer den Schaden hat, brauch für den Spott nicht zu sorgen.
Mittlerweile sind meine Krücken abgelaufen, meine Schuhe sind unregelmäßig abgelaufen, ich hab Oberarmmuskeln (jedenfalls mehr als vorher) und viel Zeit zum Nachdenken gehabt, vielleicht zu viel Zeit.
Irgendwie will ich nicht mehr so weitermachen, ich brauch einen Ausgleich, ich kann nicht einfach nur den ganzen Tag rumsitzen und lernen oder rumsitzen und nicht lernen. Ich will wieder leben. Lebendig sein. Glücklich sein.
Nur warum ist das so schwer, so ganz auch sich selbst heraus, glücklich zu sein?
…
Drei Punkte
Punkt Punkt Punkt
Punkt. Punkt. Punkt.
Drei Prioritäten
Drei Regeln
Drei Gesetze
3 Gefühle.
…
Zum schweigen zu viel
Zum reden zu schwach.
…
Drei Punkte
Bevor man platzt.
…
Nichtssagend sagend
Ohne Worte
Mit tieferem Sinn
…
Drei Punkte
Bevor ich mir
Auf die Zunge beiß…
Bald 9 Monate ist es her, dass ich beschlossen hatte, dass ich glaube und Christ bin – mich aber mit der katholischen Sicht der Dinge nicht mehr anfreunden kann. Dann begann das Semester, Semesterstress, und ich beschloss irgendwann in den Semesterferien dieses Projekt mal in Angriff zu nehmen…
Meine Profs sahen in dieser Tatsache auch kein Problem – wer evangelische Theologie studiere, könne ruhig auch einer indianischen Stammesreligion anhängen und konstatierte, dass man Konfessionen schließlich nicht wie die Unterwäsche wechseln tut.
In der Tat. Und trotzdem – mein Entschluss stand fest. So eilte ich heute morgen zur Bushaltestelle (der Busfahrer wartete netterweise auf mich während ich die letzten 100m zurücklegte) und fuhr in die Kreisstadt zum Amtsgericht. Der Pförtner röntgte meine Tasche in der Sicherheitskontrolle, alles ganz wie beim Flughafen, und kassierte dann mein Handy ein… Nunja. Zwei Stockwerke höher erledigte ich dann die Formalitäten (Perso vorzeigen, unterschreiben) und wurde dann zur Kasse ins Erdgeschoss geschickt: 30 Euro. Nun, das waren mir die 30 Euro wert. Mit dem Beleg vom Zahlungsinspektor zurück, Bescheinigung erhalten, und ab nach Hause…
Augenblicklich also konfessionslos…
schwarz – weiß – schwarz
weiße flecken in der schwarzen welt
weiß – schwarz – weiß
viele weiße flecken in der schwarzen welt
komplementäre einstellungen
viele schwarze flecken in der weißen welt
weiße welt
schwarze welt
graue welt
meine welt
Man kann leben, essen, trinken, lernen, Freunde treffen, Spaß und Stress haben, und wenn man nicht aufpasst, geht die Zeit zum Träumen verloren.
Die Zeit des Tages, in denen man Gedanken und Spinnereien nachhängt, sich in selbst erschaffenen fiktiven “Was-wäre-wenn” -Welten verliert.
In denen manchmal zauberhafte Sätze entstehen, bunte Bilder und wahre Worte den eigenen Kopf über Stift, Tastatur, Mund und Ohr verlassen. Gedankenluft.
Theoretische Fahrstunden bieten Zeit zum Täumen und lassen mich eine schon fast vergessene Tätigkeit wieder finden.
Ab jetzt wird wieder mehr geträumt, mehr geschrieben, und mehr gebloggt. Und doch:
Wird man Erwachsen wenn man die Zeit zum Träumen vergisst? Wenn Tagträume an Bedeutung verlieren?
um unseren Andrenalinspiegel nach oben zu pushen. Wir brauchen keine Mutproben, keine Schlägereien, kein Free-Climbing, und kein Kite-Surfing. Kein Bungee-Jumping. Wir lernen Griechisch. Wir zittern gemeinsam den Stunden entgegen, dem erbarmungslosem Abfragen und dem gefürchteten “Ah.. Frau xxx”, und jubilieren heimlich, wenn das Unglück uns an einem Tag mal verschont.
Wir machen unser Graecum. Eigentlich eine sehr befremdliche Idee. Aber sicher toll, wenn mans kann
Und so werden mich diverse Zeiten, Vokabeln etc auch über das nächste halbe Jahr treu begleiten.
Und: Latein?! Lächerlich! Altgriechisch – welcome to the next level!
Hey, vielleicht hat es schon der eine oder andere bemerkt:
www.justadreamer.de führt seit neustem auch zum Ziel. Aber die bisherige URL wird natürlich weiterhin funktionieren.
Mein besonderer Dank geht an dieser Stelle an Patrick
Falls jemand dem ganzen ein neues, frisches, verträumtes, mir gefallendes Design verpassen mag – ihr seid herzlich dazu eingeladen
.
Und so wird dieser Blog wieder aus seinem semesterbedingtem Winterschlaf erwachen, denn egal was ist und passiert: Die Zeit zum Träumen darf nicht verloren gehen, denn auch wenn man einen Traum lebt, muss man weiter träumen…